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20

Europäischer Rahmen für die digitale Kompetenz Lehrender

1.1

Übersicht

1. Berufliches Engagement 2. Digitale Ressourcen

3. Lehren und Lernen

4. Evaluation

5. Lernerorientierung

6. Förderung der Digitalen

Kompetenz der Lernenden

1. 1. Berufliche Kommunikation

Digitale Medien nutzen, um die

organisatorische Kommunikation

mit Lernenden, Eltern und Dritten

zu verbessern. Zur Entwicklung

und Verbesserung

organisatorischer

Kommunikationsstrategien

beitragen.

2. 1. Auswählen digitaler

Ressourcen

Geeignete digitale Lehr- und

Lernressourcen identifizieren,

auswerten und auswählen.

Lernziele, Kontext, didaktischen

Ansatz und die Lerngruppe bei der

Auswahl digitaler Ressourcen und

Planung ihrer Nutzung

berücksichtigen.

3. 1. Lehren

Den Einsatz von digitalen Geräten

und Materialien im Unterricht

planen und gestalten, und so die

Effektivität von Lehrinterventionen

verbessern. Digitale

Unterrichtsmethoden angemessen

einbetten, organisieren und

gestalten. Neue Formate und

didaktische Methoden für den

Unterricht entwickeln und

ausprobieren.

4. 1. Lernstand erheben

Digitale Medien für die

Lernkontrolle und

Leistungsbeurteilung verwenden.

Digitalen Medien nutzen, um die

Vielfalt und die Angemessenheit

von Beurteilungsformaten und -

ansätzen zu erhöhen.

5. 1. Digitale Teilhabe

Gewährleisten, dass alle

Lernenden, auch solche mit

besonderen Bedürfnissen, Zugang

zu den eingesetzten digitalen

Medien und Lernaktivitäten haben.

Die Vorkenntnisse und Fähigkeiten

der Lernenden berücksichtigen,

sowie kontextbezogene, physische

oder kognitive Einschränkungen

bei der Mediennutzung bedenken.

6. 1. Informations- und

Medienkompetenz

Aktivitäten integrieren, in denen

Lernende digitale Medien nutzen, um

Informationen und Ressourcen zu

finden, zu organisieren, zu

verarbeiten, zu analysieren und zu

interpretieren, und die

Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit

der Informationen und ihrer Quellen

kritisch zu bewerten.

1. 2. Berufliche

Zusammenarbeit

Digitale Medien nutzen, um mit

anderen Lehrenden

zusammenzuarbeiten, Erfahrungen

und Materialien auszutauschen.

2. 2. Erstellen und Anpassen

digitaler Ressourcen

Vorhandene digitale Ressourcen

modifizieren und weiterentwickeln,

insofern dies rechtlich möglich ist.

Neue digitale Bildungsressourcen

erstellen oder mitgestalten.

Lernziele, Kontext, didaktischen

Ansatz und die Lerngruppe bei der

Erstellung und Anpassung digitaler

Ressourcen berücksichtigen.

3. 2. Lernbegleitung

Digitalen Medien nutzen, um die

Interaktion mit den Lernenden auf

individueller Ebene und als

Gruppe, innerhalb und außerhalb

des Unterrichts, zu verbessern.

Digitale Medien nutzen, um

rechtzeitig und gezielt Beratung

und Unterstützung anbieten zu

können. Neue Formen und

Formate der Hilfestellung und

Anleitung entwickeln und

einsetzen.

4. 2. Lern-Evidenzen

analysieren

Digitale Informationen zu

Lernerverhalten, Leistung und

Fortschritt erheben, kritisch

analysieren und interpretieren, um

beispielsweise Rückschlüsse für die

Unterrichtsplanung zu ziehen.

5. 2. Differenzierung und

Individualisierung

Lernenden ermöglichen, ihr

individuelles Lernziel in ihrem

jeweils eigenen Lerntempo zu

erreichen und individuelle

Lernwege zu beschreiten.

6. 2. Digitale Kommunikation

und Zusammenarbeit

Aktivitäten integrieren, in denen

Lernende effektiv und

verantwortungsbewusst digitale

Medien für die Kommunikation,

Kooperation und politische

Partizipation nutzen.

1. 3. Reflektierte Praxis

Die eigene Praxis hinsichtlich des

didaktisch sinnvolles Einsatzes

digitaler Medien reflektieren,

selbstkritisch beurteilen und aktiv

weiterentwickeln.

2. 3. Organisieren, Schützen

und Teilen digitaler Ressourcen

Digitale Inhalte organisieren und

Lernenden, Eltern und anderen

Lehrenden zur Verfügung stellen.

Personenbezogene Daten effektiv

schützen. Datenschutz- und

Urheberrechtsbestimmungen

kennen, respektieren und korrekt

anwenden. Offene

Bildungsressourcen und offene

Lizenzen kennen und bei Bedarf

verwenden und erstellen können.

3. 3. Kollaboratives Lernen

Digitale Medien nutzen, um

kollaborative Lernstrategien zu

fördern und zu verbessern.

Lernende befähigen, digitale

Medien im Rahmen von

Gruppenarbeiten zu nutzen, um

die Kommunikation und

Kooperation innerhalb der

Lerngruppe zu verbessern.

4. 3. Feedback und Planung

Digitale Medien nutzen, um den

Lernenden gezielt und zeitnah

Feedback zu geben. Auf Basis der

zur Verfügung stehenden digitalen

Informationen,

Unterrichtsstrategien anpassen

und Lernende gezielt unterstützen.

5. 3. Aktive Einbindung von

Lernenden

Digitale Medien nutzen, um das

aktive und kreative Engagement

der Lernenden mit einem Thema

zu fördern. Digitale Medien im

Rahmen didaktischer Strategien

einsetzen, die transversale

Fähigkeiten, tiefgründiges Denken

und kreativen Ausdrucks fördern.

Den Unterricht öffnen, um neue,

reale Lernkontexte zu schaffen, die

die Lernenden in praktische

Aktivitäten, wissenschaftliche

Untersuchungen oder komplexe

Problemlösungen einbeziehen,

oder auf andere Weise die aktive

Auseinandersetzung der Lernenden

mit komplexen lebensweltlichen

Sachverhalten erhöhen.

6. 3. Erstellung digitaler Inhalte

Aktivitäten integrieren, in denen

Lernende sich durch digitale Medien

ausdrücken und digitale Inhalte in

verschiedenen Formaten bearbeiten

und erstellen. Lernenden vermitteln,

welche Lizenzen und

Urheberrechtsbestimmungen für

digitale Inhalte gelten und wie man

diese berücksichtigt und verwendet.

6. 4. Verantwortungsvoller

Umgang mit digitalen Medien

Maßnahmen ergreifen, um das

physische, psychische und soziale

Wohlergehen der Lernenden bei der

Nutzung digitaler Medien zu

gewährleisten. Den Lernenden

ermöglichen, Risiken zu bewältigen

und digitale Medien sicher und

verantwortungsvoll zu nutzen.

6. 5. Digitales Problemlösen

Aktivitäten integrieren, in denen

Lernende technische Probleme

identifizieren und lösen oder

technisches Wissen kreativ auf neue

Situationen übertragen.

1. 4. Digitale Weiterbildung

Digitalen Medien für die berufliche

Weiterbildung nutzen.

3. 4. Selbstgesteuertes Lernen

Digitale Technologien nutzen, um

selbstgesteuerte Lernprozesse zu

unterstützen, d. h. den Lernenden

zu ermöglichen, ihr eigenes Lernen

zu planen, zu überprüfen und zu

reflektieren, Fortschritte zu

dokumentieren, Ergebnisse zu

kommunizieren und kreative

Lösungen zu erarbeiten.

Tabelle 7: Übersicht des DigCompEdu-Kompetenzrahmens