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Europäischer Rahmen für die digitale Kompetenz Lehrender

5. Lernerorientierung

Zu den entscheidendsten Vorteilen der Nutzung von digitalen Medien in der Bildung zählt

ihr Potenzial zur Förderung von lernerzentrierten pädagogischen Strategien und zur

aktiven Beteiligung von Lernenden im Lernprozess. Digitale Medien können genutzt

werden, um die aktive Beteiligung der Lernenden zu fördern, z. B. bei der Erforschung

eines Themas, beim Experimentieren mit verschiedenen Optionen oder Lösungen, beim

Erschließen von Verknüpfungen und beim Finden von kreativen Lösungen oder der

Erarbeitung eines Produkts und des darüber Reflektierens.

Ferner können digitale Medien zur Differenzierung nach Klassen und der individualisierten

Bildung beitragen, indem sie Lernaktivitäten anbieten, die auf die individuellen

Kompetenzen, Interessen und Lernbedürfnisse jedes einzelnen Lernenden abgestimmt

sind. Gleichzeitig muss jedoch darauf geachtet werden, eventuell bestehende

Benachteiligungen (z. B. beim Zugang zu digitalen Medien oder digitalen Kompetenzen)

nicht zu verstärken und allen Lernenden, einschließlich derer mit besonderen

Lernbedürfnissen, Zugang zu den digitalen Medien zu ermöglichen.

Lern-Evidenzen analysieren

Digitale Informationen zu Lernerverhalten, Leistung und Fortschritt erheben, auswählen,

kritisch analysieren und interpretieren, um Rückschlüsse für den Unterricht zu ziehen.

Feedback und Planung

Nutzung von digitalen Medien, um Lernenden gezielt und zeitnah Feedback zu geben;

Anpassung von Unterrichtsstrategien und gezielte Unterstützung von Lernenden anhand

verfügbarer digitaler Informationen; Lernenden und Eltern ermöglichen, digitale

Informationen zu verstehen und sie für die Entscheidungsfindung zu nutzen.

Lernerorientierung

Tabelle 5: Bereich 5 – Lernerorientierung

Digitale Teilhabe

Gewährleisten, dass alle

Lernenden, auch solche

mit besonderen

Bedürfnissen, Zugang zu

den Lernressourcen und -

aktivitäten haben;

(Digitale) Erwartungen,

Fähigkeiten,

Vorkenntnisse und

Missverständnisse der

Lernenden

berücksichtigen sowie

kontextbezogene,

physische oder kognitive

Einschränkungen bei der

Mediennutzung bedenken.

Differenzierung und

Individualisierung

Nutzung von digitalen

Medien, um

unterschiedlichen

Lernbedürfnissen der

Lernenden gerecht zu

werden, indem ihnen

ermöglicht wird, in den

verschiedenen Niveaus

und der

Lerngeschwindigkeit

fortzuschreiten, ihr

individuelles Lernziel zu

erreichen und individuelle

Lernwege zu beschreiten.

Aktive Einbindung von

Lernenden

Nutzung von digitalen

Medien zur aktiven und

kreativen Förderung des

Engagements der

Lernenden mit einem

Thema; Einsatz von

digitalen Medien im

Rahmen pädagogischer

Strategien zur Förderung

übertragbarer Fähigkeiten,

des tiefgründigen Denkens

und kreativen Ausdrucks

des Lernenden; Öffnung

des Lernens zwecks

Schaffung neuer, realer

Lernkontexte, dank derer

die Lernenden in

praktische

Aktivitäten,

wissenschaftliche

Untersuchungen oder

komplexe

Problemlösungen

einbezogen werden, oder