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Europäischer Rahmen für die digitale Kompetenz Lehrender
sind, die für die in diesen Bereichen erläuterten Kompetenzen relevant sind und diese
ergänzen.
So werden beispielsweise Lehrende, die im Bereich 2 kompetent sind, digitale Ressourcen
auszuwählen, zu erstellen und anzupassen, das Lernziel und das bestehende
Kompetenzniveau der Lernergruppe berücksichtigen. Sie werden idealerweise
Lernaktivitäten auswählen und/oder erstellen, die Lernenden dabei helfen, ein gegebenes
Lernziel effektiv zu erreichen. Eine Lehrende, die im Bereich 5 kompetent ist, wird digitale
Ressourcen so auswählen, erstellen und anpassen, dass Lernende ermächtigt werden. In
diesem Sinne wird er/sie die Ressourcen für alle Lernenden zugänglich machen und dabei
verschiedene persönliche Lernlaufbahnen berücksichtigen und die Ressourcen so
konzipieren, dass alle Lernenden aktiv einbezogen werden. Digital kompetente Lehrende
sollten natürlich beide Zielbereiche im Auge behalten, d. h. das konkrete Lernziel
berücksichtigen (Bereich 2) und Lernende fördern (Bereich 5). Während der erste
Zielbereich sich auf den Auswahl- und Erstellungsprozess konzentriert, ist der zweite auf
alle Kompetenzen in den Bereichen 2 – 4 allgemein anwendbar.
Der pädagogische Kern dieses Kompetenzrahmens wird durch die Bereiche 1 und 6
ergänzt. Bereich 1 konzentriert sich auf das breitere berufliche Umfeld, d. h. auf die
Nutzung von digitalen Medien seitens der Lehrenden in der Zusammenarbeit mit
Kolleginnen und Kollegen, Lernenden, Eltern und anderen interessierten Parteien zur
individuellen beruflichen Entfaltung und für das Gemeinwohl der Organisation. Bereich 6
beschreibt die für die Förderung der digitalen Kompetenz der Lernenden nötigen
spezifischen pädagogischen Kompetenzen.
Beide Bereiche bestätigen, dass die digitale Kompetenz der Lehrenden über die konkrete
Nutzung der digitalen Medien beim Lehren und Lernen hinausgeht. Digital kompetente
Lehrende haben auch das Gesamtumfeld zu berücksichtigen, in dem die Begegnungen des
Lehrens und Lernens stattfinden. Folglich ist die Befähigung der Lernenden, aktiv am
Leben und an der Arbeit im digitalen Zeitalter teilzunehmen, Teil der digitalen Kompetenz
der Lehrenden. Ihre Kompetenz umfasst auch, so Nutzen aus den digitalen Medien zu
ziehen, dass pädagogische Praxis und Organisationsstrategien gefördert werden.




